TIPPS FÜR EIN GUTES KLIMA UNTERM DACH Dachausbau oder -renovierung
Der Raum unter dem Dach bietet eine wirtschaftliche Alternative mehr Platz zum Wohnen zu schaffen, doch die Bewohner müssen sich wohlfühlen, damit die Investion auch Freude macht. Deshalb will der Ausbau gut bedacht sein, sei es direkt beim Bau, beim nachträglichen Ausbau oder im Zuge einer Renovierung. Es lohnt auf jeden Fall, das gesamte Dach in Bezug auf Schall- und Wärmedämmung auf den Prüfstand zu stellen. Dabei helfen Dachhandwerker gerne mit einem Beratungsgespräch. Ein wenig Vorwissen sollte der Bauherr jedoch mitbringen, um gemeinsam die passende Lösung für die Bedürfnisse der Bewohner zu finden. Hier daher ein paar Tips für einen erfolgreichen Ausbau:
Vorsicht Überhitzungsgefahr! Eine gute Dämmung ist für ein angenehmes Klima unterm Dach unerlässlich: Denn wenn es im Winter zieht und im Sommer die Hitze steht, ist wenig gewonnen. Die effizienteste Form der Dämmung ist die Aufdachdämmung. Im Gegensatz zur Zwischensparrendämmung wird hier das Dämmmaterial vollflächig und wärmebrückenfrei von oben zwischen Dachsparren und Dachpfannen aufgebracht. Das Dach wird wie ein ein lückenloser Deckel abgeschlossen. So bleibt die Wärme im Sommer weitestgehend draussen und die Wohnräume angenehm kühl. In der kalten Jahreszeit hält ein gut gedämmtes Dach die Wärme im Haus, spart so teure Heizenergie und hilft CO2-Emissionen zu reduzieren.
Vorsicht Krach! Wer permanentem Lärm ausgesetzt ist, hat ein höheres Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und Bluthochdruck. Das eigene Zuhause ist ein wichtiger Ort, an dem sich jeder Mensch vom Alltagslärm erholen kann. Der Schallschutz leistet somit ebenfalls einen Beitrag zum guten Wohnklima unterm Dach. Dachfenster und eine gute Dachdämmung spielen dabei eine wichtige Rolle, aber schon die Wahl der Materialen, ob Schiefer, Blech, Dachziegel oder Dachstein, macht einen großen Unterschied aus. Dabei schneiden Dachsteine nicht nur bei der Ökobilanz sehr gut ab, der moderne Werkstoff ermöglicht zudem eine passgenaue Deckung mit geringem Fugenanteil. Dachsteine reduzieren Außengeräusche so um bis zu sieben Dezibel besser als Dachziegel, was Menschen als Halbierung des Schalldrucks empfinden.
Und noch ein Tipp: Hausbesitzer können bares Geld sparen, wenn der Um- oder Ausbau ihres Dachs den derzeit geltenden energetischen und Umweltanforderungen entspricht Der Braas Förderfuchs ermöglicht es Dachhandwerkern und Händlern, ihren Kunden alle für sie aktuell möglichen Fördermittelanträge vorausgefüllt und weitestgehend unterschriftsreif vorzulegen. Das spart definitiv viel Zeit – sichert aber vor allem die höchstmögliche staatlichen Förderung. Hausbesitzer, die von dem kostenlosen Service nutzen wollen, finden unter www.braas.de die Fördermittel-Profis unter den Dachhandwerkern oder Händlern in ihrer Region. Quelle: http://www.braas.de
Geld für mehr grüne Dächer Gefördert werden jetzt auch Intensiv-Begrünungen mit bis zu 5000,- Euro
Das bereits seit vielen Jahren existierende landesweite Förderprogramm Dachbegrünung des Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa wurde ab April 2010 erneut entscheidend verbessert:
Gefördert wird jetzt auch die Anlage von intensiv begrünten Dächern. Deren abwechslungsreiche, aber anspruchsvolle Bepflanzung mit Stauden, Gräsern und Gehölzen kann mit Wegen und Sitzplätzen gestaltet und als Garten genutzt werden.
Bisher konnten nur Extensivbegrünungen gefördert werden, die sich durch einen vergleichsweise geringen Herstellungs- und Pflegeaufwand auszeichnen.
Neben privaten Haushalten können auch gewerbliche Antragsteller in Bremen und Bremerhaven einen Zuschuss zur Dachbegrünung beantragen. 25 % der für die Begrünung getätigten Investitionen werden erstattet, max. aber nur (und das ist ebenfalls neu) 25,- Euro pro Quadratmeter. Maßnahmen zur Erhöhung der Tragfähigkeit der Dachkonstruktion sind ebenfalls förderfähig. Durch die hohe Fördersumme von bis zu 5000,- Euro ist das Programm auch für große Flächen interessant.
Die Antragstellung und die Beratung zu dem Förderprogramm erfolgt für Bremer und Bremerhavener bei der Bremer Umwelt Beratung unter Telefon 0421 70 70 10-0. Hier gibt es neben Informationsbroschüren auch Handwerkerlisten, in denen auch Sie verzeichnet sind.
Auf jeden Fall gilt: Erst nach der Bewilligung der Fördersumme durch das Umweltressort darf mit dem Bau begonnen werden.
Ein neues Faltblatt, das Antragsformular und die neue Richtlinie zum Förderprogramm ist auf folgender Internetseite herunterladbar: http://www.bremer-umwelt-beratung.de
ALLES BEDACHT ? Wie aus dem Kostenfaktor Dach ein Spar-Faktor wird
Ein neues Dach plant man maximal zweimal im Leben: Bei Neubauvorhaben oder einer entsprechenden Sanierung. Umso wichtiger ist es, heute wegweisende Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Richtig geplant, lohnt sich die Investition langfristig auch für das eigene Portemonnaie.
Das Thema Dämmung spielt bei der Planung eines neuen Daches eine besonders wichtige Rolle. Denn daran entscheidet sich, wie energieeffizient das Haus in den kommenden Jahrzehnten ist. Ein gut gedämmtes Dach kann zwischen 10 und 20 Prozent Energie einsparen. Eine Einsparung, die sich nicht nur am Ende des Jahres im Geldbeutel deutlich bemerkbar macht: In der Regel amortisieren sich die Ausgaben für die Dämmung innerhalb weniger Jahre. Und auch die Umwelt dankt – denn der geringere Energieverbrauch hilft, den CO2-Ausstoß zu mindern. „Die Dämmung des Daches ist ein elementarer Bestandteil für energieeffizientes Wohnen und Leben“, erklärt Energieexperte Alexander Flebbe von Braas, dem führenden Anbieter von Systemlösungen für das geneigte Dach in Deutschland. Bei der Dachdämmung stehen sich zwei unterschiedliche Systeme gegenüber: Die Aufdachdämmung und die Zwischensparrendämmung. Eleganter und effizienter ist die Aufdachdämmung: Im Gegensatz zur Zwischensparrendämmung wird hier das Dämmmaterial vollflächig und wärmebrückenfrei von oben zwischen Dachsparren und Dachpfannen aufgebracht. Das Dach wird wie ein ein lückenloser Deckel abgeschlossen. Nur so können größtmögliche Energieeinsparungen realisiert werden.
Doch ein Dach kann noch mehr: Ganzheitlich betrachtet, ist es eine brachliegende Nutzfläche, die sich zur Gewinnung von Sonnenenergie einsetzen lässt. Sogar im nicht gerade sonnenreichen Deutschland können Haubesitzer die unerschöpfliche Energiequelle der Sonne für sich nutzen – der solare Deckunganteil bei der Warmwasseraufbereitung liegt im Jahres-Durchschnitt bei immerhin rund 65 Prozent. Dabei kann in den Sommermonaten die Heizung in den meisten Fällen ganz ausgeschaltet bleiben: Die Solaranlage übernimmt die Warmwassererzeugung allein. Mit Braas Thermokollektoren auf dem Dach können Hausbesitzer so teure Heizkosten und Energie sparen. Die Sonne erhitzt z. B. das Brauchwasser kostenlos, schont Ressourcen und reduziert die CO2 -Belastung der Umwelt.
Da kein Gebäude dem anderen gleicht und jede Bausubstanz anders ist, ist es wichtig, dass Hausbesitzer die für ihr Dach richtige Lösung finden. Ein ausführliches Beratungsgespräch mit einem Dachdeckermeister ist daher ratsam. Er berät auch, welche aktuellen Vorgaben der Energie-Einsparverordnung eingehalten werden müssen. Und noch ein Tipp: Sowohl energetisches Bauen oder Sanieren als auch Thermokollektoren werden staatlich gefördert. Seit 2010 müssen Solarkollektoren „SolarKeymark“ zertifiziert sein, um von der BAFA gefördert zu werden. Braas Thermokollektoren haben diese Zertifizierung erhalten. Welche Fördermöglichkeiten es gibt, können Hausbesitzer auf www.braas.de erfahren.
Sturm- und Frostschäden beseitigen Frühjahrs-Inspektion für das Dach
Nach dem strengen Winter sollte das Dach Ihres Hauses gründlich auf eventuelle Schäden untersucht werden, rät die Eigentümerschutzgemeinschaft Haus & Grund Bremen. Neben der Inspektion des Daches sollten auch Dachrinnen und Fallrohre überprüft werden.
Im Herbst, Winter und Frühjahr können sich Dachziegel durch Windböen oder Stürme verschoben haben. In so entstandene kleine Öffnungen kann Wasser in das Gebäude gelangen. Aber auch Dachrinnen und Fallrohre können durch den Frost Schaden genommen haben. Aber auch wenn fehlgeleitetes Regenwasser ins Mauerwerk eindringt, besteht die Gefahr größerer Schäden. Wenn kleinere Schadstellen frühzeitig entdeckt werden, lassen sich weitere Schäden, wie Mauerdurchfeuchtung und schleichenden Schimmelbildung vermeiden.
Durchblicken im Förderdschungel ist nicht einfach - es gibt aber Unterstützung. Bei Dachsanierungen werden beispielsweise die Wärmedämmung des Dachs und der obersten Geschoßdecke oder die Erneuerung der Dachfenster von der KfW-Bank mit maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit als so genannte Einzelmaßnahmen unterstützt.
Eine nachträgliche Wärmedämmung des Dachs hat neben der Energiekostenersparnis weitere zusätzliche Vorteile. So kann im Zuge einer Sanierung das Dach schnell und einfach zu einem weiteren Wohnraum umgebaut werden und bietet beispielsweise Platz für einen Arbeits- oder Hobbyraum. Hoch entwickelte und extra schlanke Dämmstoff-Konstruktionen sorgen dafür, dass der Wohnraum dabei nicht verkleinert wird.
Eine andere Möglichkeit, Energiekosten zu sparen und dabei von Seiten des Staates gefördert zu werden, bietet die Solaranlage. In den Monaten von April bis September kann mit Hilfe der Sonne der komplette Warmwasserverbrauch abgedeckt werden. Mit einer Photovoltaik-Anlage dagegen, lässt sich nicht nur umweltfreundlich und kostenlos Strom nutzen – gleichzeitig kann man mit dieser Variante sogar noch Geld verdienen. Denn der erzeugte Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist, wofür aktuell 43 Cent pro Kilowattstunde Strom bezahlt werden. Ein Tipp der dach.de Experten: je größer die Kollektorfläche, desto höher der staatliche Zuschuss.
Die Fördermittel-Datenbank der Deutschen Energie-Agentur (dena) auf www.thema-energie.de kann weiterhelfen. Sie bietet nicht nur eine erste Orientierung, sondern ermittelt auch die individuellen Kostenvorteile für bereits konkrete Modernisierungsvorhaben.
Das Dach muss nicht immer rot oder schwarz sein. Mit einem umfangreichen Sortiment werden die Ziegel- und Dachstein-Hersteller heute nahezu jedem Farbwunsch gerecht. Dabei sind die Vorgaben der jeweiligen Gemeinden einzuhalten. Aber Dachflächen können noch mehr: Neuerdings reinigen sie die Luft von Schadstoffen.
Ziegel sind ursprünglich – abhängig vom Eisengehalt des verwendeten Tons – rot bis gelb. Engoben, Glasuren oder spezielle Brennverfahren sorgen für andersfarbige Oberflächen und optische Effekte von matt über glänzend bis metallic. „Engoben sind Tonschlämme, die auf den ungebrannten Ziegeln aufgebracht werden und nach dem Brennen den gewünschten Farbton ergeben“, erläutert Oliver Kortendieck, Anwendungstechniker bei den Dachziegelwerken Nelskamp (Schermbeck). Sogenannte Edelengoben führen zu einem besonderen Glanz.
Schwarzgrau – für ältere Gebäude In der Altbausanierung, speziell bei denkmalgeschützten Gebäuden, sind mattfarbene Dachbaustoffe mit leichten Farbvariationen gefragt. Dafür gibt es neben „Naturrot“ jetzt sogar die Farbnuance „Schwarzgrau gedämpft“. Beim „Dämpfen“ durchlaufen die Ziegel einen zweiten, sauerstoffreduzierten Brennprozess. Dadurch werden die Dachpfannen dunkler, fast schiefer-ähnlich. Die Dachflächen wirken mit ihrem natürlichen Farbspiel besonders lebendig.
Oberflächen mit „Kat“ Auch Dachsteine aus Beton sind in Nuancen von Rot bis Schwarz über Sonderfarben wie Blau oder Grau bis hin zu individuellen Wunschfarben erhältlich. Die Pfannen sind durchgefärbt, die Pigmente werden bereits im Herstellungsprozess zugefügt. Und ihre moderne Oberflächentechnologie reinigt jetzt sogar die Luft von Schadstoffen. Kortendieck: „Unser Dachstein ClimaLife wandelt Schadstoffe aus Verkehr, Heizung und Industrie in ungefährliche Substanzen um.“ Mit Hilfe von Sonnenlicht zersetzt das Titandioxid in der Pfannenbeschichtung unter anderem die gesundheitsschädlichen Stickoxide aus der Luft. Schon 200 Quadratmeter Dachfläche neutralisieren die Menge, die ein Euro-4-Pkw auf 17.000 Fahrkilometern erzeugt. Die umwelt-aktive Oberfläche funktioniert als Katalysator ein Dachleben lang.
Jede Modernisierungsmaßnahme am eigenen Haus ist eine Investition in die Zukunft. Und die sollte sich lohnen – nicht nur für den Wohnkomfort, sondern langfristig auch für das eigene Portemonnaie. Denn durch energetische Sanierungsmaßnahmen spart der Hausbesitzer bares Geld, da er deutlich Heizkosten senken kann.
Energie geht vor allem an den Außenflächen verloren – insbesondere über das Dach. Eine gute Dachdämmung in Verbindung mit einer intakten Dacheindeckung sorgt dafür, dass warme Luft in geringem Umfang abkühlt und weniger bis gar keine Heizenergie verschwendet wird. Abhängig von Baujahr, Bauweise und Nutzung des zu sanierenden Gebäudes ergibt sich ein Energiesparpotenzial von bis zu 15 Prozent. Die deutsche Energie-Agentur, dena, hat ausgerechnet, dass eine Familie mit neuer Dachdämmung bis zu 540 € an Heizkosten pro Jahr einsparen kann.
„Die Dämmung des Daches ist ein elementarer Bestandteil für energieeffizientes Wohnen und Leben“, erklärt Dr. Rudolf Rauss von Braas, dem führenden Anbieter von Systemlösungen für das geneigte Dach in Deutschland. „Steht eine neue Dacheindeckung bevor, sollte der Hausbesitzer auf jeden Fall gleich eine moderne Dachdämmung mit umsetzen.“
Vollflächendämmung die bessere Alternative Bei der Dachdämmung stehen sich zwei unterschiedliche Systeme gegenüber: Die Vollflächendämmung oberhalb des Sparrens bzw. Aufdachdämmung sowie die Zwischensparrendämmung. Die Aufdachdämmung schließt das Dachgebälk oberhalb wie ein lückenloser Deckel ab. Die Dachpfannen werden dann wie üblich darüber verlegt. Die Zwischensparrendämmung ist eine Innendämmung, bei der das Dämmmaterial normalerweise von innen zwischen die Sparren verlegt wird.
„Bei der Innendämmung entstehen jedoch Wärmebrücken, die die Dämmwirkung verringern“, weiß der Experte Rauss. „Wir bei Braas bieten daher nur die Aufdachdämmung an, denn bei solchen langfristigen Investitionen muss einfach die Qualität stimmen.“ Da kein Gebäude dem anderen gleicht und jede Bausubstanz anders ist, gibt es bei der Aufdachdämmung passgenaues Material. Wichtig ist, dass der Hausbesitzer die für sein Dach richtige Dämmlösung findet. Bei der Wahl des Materials hilft der Dachhandwerker vor Ort. Am Ende sollte die Qualität der Dachmaterialien entscheiden denn jede Modernisierungsmaßnahme ist eine Investition in die Zukunft.
BREMEN (FR). Ältere Dacheindeckungen, die jahrelang Wind und Wetter ausgesetzt waren, werden manchmal unansehnlich. Eine Beschichtung verspricht da ein optisch ansprechendes Äußeres für wenig Geld. Dachbeschichtungen werden in aller Regel mit Acrylfarben durchgeführt. Nicht alle Arbeitsschritte des Verfahrens sind jedoch umweltfreundlich und manche umstritten.
Mit Hochdruckreinigern und zum Teil chemischen Reinigungsmitteln werden Moose, Flechten sowie Verschmutzungen beseitigt. In den Überdeckungsbereichen der Dachpfannen verbleibende Reste werden unter der Farbschicht eingeschlossen. Werden vorhandene Risse nicht fachgerecht abgedichtet, so kann während der Reinigung Wasser in die Dachkonstruktion eindringen.
Schadstoffe oftmals nicht deklariert Anschließend erfolgt eine Grundierung, damit die Acrylschicht haften kann. Den Grundierungen sind oft Algen- und Pilzgifte zugesetzt. Nach einer Untersuchung des Landesumweltamtes Nordrhein-Westfalen werden diese Biozide ausgewaschen und verhalten sich umweltschädigend.
Im nächsten Schritt wird die Farbe aufgetragen. Ob neben den relativ unkritischen Acrylteilchen auch Konservierungsmittel oder schädliche Farbpigmente in den Farben enthalten sind, wird nicht auf jedem Etikett deklariert. Wo Pfannen sich überdecken kann die Acrylschicht nicht vollständig am Untergrund haften. Löst sie sich vom Untergrund, so entstehen Risse und Feuchte dringt ein, die unter der Beschichtung nicht wieder entweichen kann. Kritiker meinen, es entstünden eher Schäden durch die Reinigungsarbeiten auf dem Dach als durch Grünbildung. Auch Dachpfanneneigenschaften wie Frostbeständigkeit und Trocknungsverhalten verändern sich. Vor der Beschichtung sollte daher geprüft werden, ob eine Neueindeckung nicht langfristig günstiger ist. Bei Arbeiten am Dach kann zudem der Wärmeschutz verbessert werden.
Tipps gibt es bei der Bremer Umwelt Beratung unter 0421/70 70 100 oder www.ecoNavi.de.
Studie des Öko-Instituts belegt: Dach-Steine sind umweltfreundlicher als Dach-Ziegel
Hausherren, die bei Neubau oder Renovierung Wert auf umweltverträgliche Baustoffe legen, sind mit Braas Dach-Steinen gut beraten. Dies bestätigte kürzlich das Öko-Institut Freiburg, indem es die beiden Deckmaterialen in einer Ökobilanz verglich.
Dach-Steine und Dach-Ziegel, die am häufigsten verwendeten Deckmaterialien auf deutschen Dächern, werden unterschied-lich hergestellt: Der Dach-Ziegel besteht aus Ton, der bei 1.000 Grad Celsius im Ofen gebrannt wird. Beim Dach-Stein hinge-gen wird nur etwa 20 Prozent seiner Masse gebrannt, genauer gesagt: nur das Vorprodukt, der Einsatzstoff Zement. In einem zweiten Prozessschritt werden Zement und Sand vermischt und abschließend in einer energiesparenden Trockenkammer bei 60 Grad Celsius gehärtet.
Die Prüfer des Öko-Instituts analysierten und bewerteten den gesamten Entstehungsweg der beiden Produkte. Beginnend mit der Gewinnung und Bereitstellung der Rohstoffe über die Pro-duktion und Verpackung bis zum Transport. Dabei wurden sämtliche potenziellen Schadwirkungen in Luft, Wasser und Boden verglichen. Das Ergebnis: In allen gemessenen Berei-chen, zum Beispiel Treibhausgase, Produktionsenergie, Feinstaubentstehung, Belastung der Böden, sind Dach-Steine umweltfreundlicher.
Zahlen machen das noch deutlicher: Eine durchschnittliche Ziegel-Dachfläche mit 160 Quadratmetern trägt zur Entstehung von rund 3.440 Kilogramm Kohlendioxid bei – bei Dach-Steinen sind es nur 1.550 Kilogramm. Rechnet man dies auf alle Dach-flächen in Deutschland hoch, so lässt sich feststellen: Mit der Erfindung des Dach-Steins wurde die Atmosphäre bisher um rund 20 Millionen Tonnen Kohlendioxid entlastet.
Hinzu kommt, dass Dach-Steine als besonders robustes, bruchsicheres und frostbeständiges Deckmaterial gelten, das sich sehr gut verarbeiten lässt. Das Fazit für den Hausbesitzer: Mit der Wahl eines Braas Dach-Steins kann jeder einen Beitrag zum Umweltschutz leisten – und muss dabei keine Kompromis-se bei der Qualität eingehen.
Mehr als 80 Prozent des Gebäudebestandes in Deutschland entspricht nicht der aktuellen Energiesparverordnung (EnEV), stellt die Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. fest. Mit einer optimalen Dämmung können aber leicht 500 Euro Nebenkosten pro Jahr eingespart werden. Jedes Dach muss laut EnEV so gedämmt sein, dass der U-Wert nicht höher ist als 0,30 W/m2K. Das heißt: Nicht mehr als 0,30 Watt Energie dürfen pro Sekunde durch einen Quadratmeter Baustoff von innen nach außen fließen, wenn die Temperatur auf beiden Seiten um ein Grad Celsius voneinander abweicht.
Satteldach - einfach zu dämmen "Nur mit einer für die jeweilige Dachform geeigneten Dämmung bleiben Kälte und Hitze draußen", betont Kortendieck. Die bis heute in Deutschland beliebteste Dachform ist das Satteldach: zwei geneigte Flächen, die sich am First treffen. Die einfache Konstruktion kann unkompliziert gedämmt werden:
Für nicht begehbare Dachböden ist das Einblas-Dämmverfahren eine schnelle und kostengünstige Lösung: Dämmflocken oder -granulat werden großzügig in den Dachraum eingeblasen.
Bei nicht ausgebauten Dachräumen kann die Geschossdecke gedämmt werden. Dafür gibt es Platten aus Mineralwolle, Hartschaum oder Kork, die mehrlagig (mind. 25 cm) und dicht aneinander zu verlegen sind.
Das häufigste Dämmverfahren ist die Zwischensparrendämmung mit Platten, Matten oder Keilen. Das mindestens 14 cm dicke Material wird zwischen die Sparren geklemmt und raumseitig mit einer Dampfbremsfolie versehen.
Reicht die Sparrendicke nicht aus, um den U-Wert einzuhalten, ist die zusätzliche Untersparrendämmung möglich. Dazu werden Platten an den Sparren befestigt. Diese Kombination sorgt besonders im ausgebauten Dachraum für angenehme Raumtemperaturen. Sollen die Sparren im Dachgeschoss sichtbar bleiben, wird die Dämmung an der Außenseite des Daches (Aufsparrendämmung unter der Eindeckung) angebracht.
Intakte Eindeckung schützt die Dämmung Die wichtigste Funktion eines Daches ist der Schutz von Mensch und Material vor Regen. Jede Dämmung wird sinnlos, wenn die Eindeckung defekt ist. Denn hier dringt Feuchtigkeit in das Dachgeschoss und beschädigt das Dämm-Material. Vor jeder Sanierung gilt also: Professionellen Rat einholen und die Dacheindeckung auch auf kleinere Schäden prüfen lassen.
„Alte“ Ziegel und Dachsteine gibt es auch Jahrzehnte später / Produktvielfalt wächst / Geliebte Klassiker
„Etwa 80 Prozent der deutschen Dachziegel- oder Dachstein-Produktion sind traditionelle Modelle vom Biberschwanz über Doppelmulden-Falzziegel bis zur Flachdachpfanne, meist nur farblich variiert,“ stellt Nelskamp fest. Die „Finkenberger Pfanne“ beispielsweise wird in seinem Unternehmen bereits seit 52 Jahren hergestellt und ist immer noch der meist verkaufte Dachstein. Zur Zeit produziert der Familienbetrieb 28 Ziegel- und Dachsteinformen mit dem jeweils passenden Zubehör. Großflächenziegel setzen sich durchManche Modelle, die oft zuerst als „Mode-Gags“ bezeichnet werden, setzen sich aber durch: Großflächenziegel waren zum Beispiel lange umstritten.
Inzwischen liegen viele Millionen „Nibra DS 5“ auf deutschen Dächern und jeder Dachziegelhersteller produziert mittlerweile Großformate. Der „Nibra DS 5“ ist mit einem Bedarf von knapp sechs Stück pro Quadratmeter derzeit der „Größte der Welt“. In vielen Fällen bleiben die Formen gleich, nur Farben ändern sich. Neben erdigen Tönen (z. B. ziegel- und weinrot, kupfer- oder mandelbraun) gibt es inzwischen viele moderne Farbnuancen. Zur Zeit liegen zum Beispiel Metallic- und graue Engoben im Trend, die vor allem die „junge Architektur“ ansprechen.
Auch die Oberflächentechnologie hat sich weiter entwickelt: So setzen sich zur Zeit die „Longlife“-Oberflächen der Dachsteine am Markt durch. Eine Mikrobeton-Schicht verhindert, dass sich Schmutz auf der Dachfläche ablagert. „Solche Trendsetter haben dauerhaft Bestand,“ ist Nelskamp überzeugt.
Flach geneigte Dächer in warmen Gelb- oder Rotbrauntönen sind charakteristisch für den Mittelmeerraum. Immer häufiger ist dieser Baustil auch in Deutschland zu finden. Ganze Siedlungen werden insbesondere den Urlaubsregionen Spaniens oder Griechenlands nachempfunden. Eine aktuelle Studie des Deutschen Dach-Zentrums zeigt, dass schon mehr als jeder fünfte Bauherr die sanfte Dachneigung bevorzugt. Diese ist eine Herausforderung für die Hersteller von Tondachziegeln. „Geeignete Ziegel und Dachsteine brauchen eine besondere Verfalzung – dann sorgen sie schon ab 18 Grad Neigung ohne Zusatzmaßnahmen für dauerhaft dichte Dächer", betont Dachdeckermeister Oliver Kortendieck, Anwendungstechniker bei Nelskamp (Schermbeck).
Normalerweise haben Dächer in Deutschland eine Dachneigung von 30 Grad oder mehr. Klimabedingt, weil hier viel Regen fällt und der Wind oft kräftiger bläst als in Südeuropa. Technisch verbesserte Dachziegel und Dachsteine, z. B. „Nibra F 7/18°" lassen jedoch flachere Dächer zu.
Wohnen wie in Spaniens Norden Eine Siedlung am Rande des Odenwalds: Flach geneigte Dächer, eingedeckt mit mediterran engobierten Flachdachziegeln in gelb- oder rotbraun geflammten Naturtönen, mit großzügig angelegten Dachterrassen oder Balkons. Der Stadtteil von Lorsch heißt "Asturien", denn nicht nur die Dächer, sondern auch die naturbelassenen Wege, Plätze und Bachläufe erinnern an die nordspanische Urlaubsregion.
Die flache Dachneigung ist aus gutem Grund beliebt: Wie die Trendstudie feststellt, schätzen Bauherren die Optik, vor allem aber die optimale Raumnutzung unterm Dach. Die Hersteller von Tondachziegeln haben bereits darauf reagiert. Flachdachziegel wie der "F 7/18°" verfügen über eine spezielle Verfalzung, die das Eindringen von Regen und Schnee schon bei einer Dachneigung ab 18 Grad verhindert. Zusätzlich wirkt sich die Größe des Flachdachziegels günstig aus – pro Quadratmeter werden nur sieben Ziegel benötigt. Das reduziert die Fugen in der Dachfläche und spart Arbeitszeit bei der Eindeckung.